Sternanis ist die auffällige, sternförmige Frucht eines kleinen immergrünen Baums, geschätzt für ihren warmen, süßen, lakritzartigen Charakter. Noch grün gepflückt und langsam getrocknet, bis sie sich dunkelbraun färbt, trägt jede Frucht einen Duft, der weit größer ist als sie selbst. Im Tee verleiht Sternanis Tiefe, sanfte Süße und eine tröstliche Wärme, die ihn zu einem festen Bestandteil gewürzter Mischungen und der Chai-Traditionen Asiens gemacht hat.

Sternanis wächst an einem kleinen immergrünen Baum, der in den warmen, feuchten Wäldern Südchinas und Nordvietnams heimisch ist – gemeinsam stellen sie bis heute den größten Teil der Welternte. In Indien wird er in begrenzten Mengen in den Hügeln des Nordostens angebaut, vor allem in Arunachal Pradesh, wo hohe Niederschläge, milde Temperaturen und gut durchlässige Waldböden dem Baum entgegenkommen. Die Bäume reifen langsam und brauchen oft mehrere Jahre bis zur ersten nutzbaren Ernte; die Früchte werden noch grün von Hand gesammelt und dann in der Sonne getrocknet, bis sie zum vertrauten rostbraunen Stern aushärten. Diese Geduld und die schattigen Bedingungen am Waldrand, die die Bäume bevorzugen, verbinden Sternanis eng mit der Gesundheit des umliegenden Waldes.